Alles beim Alten und doch ganz anders

Meine Reise auf dem Jakobsweg

Als ich beschloss, den Jakobsweg zu gehen, war das im ersten Moment so daher gesagt. Im Nachhinein betrachtet, hat es sich aber als eine der besten Entscheidungen für mich herausgestellt. Was ich auf dem Weg gelernt habe und was er aus mir gemacht hat, begleitet mich auch im Alltag.

Du darfst aber keine Wunder erwarten.

Der Jakobsweg wird dich weder schlank machen, noch deine Zigarettensucht bekämpfen oder seelische Wunden heilen.

Er wird dir aber definitiv etwas geben: Selbsterkenntnis.

Du wirst wahrscheinlich erkennen, wer du bist und vielleicht auch, warum du so bist. Wenn du eine Zeit lang mit dem Nötigsten auf dem Rücken, mit Schmerzen im ganzen Körper und schlafend in einem Raum mit vielen, fremden Menschen ausgesetzt bist, wirst du viel über dich lernen.

Wenn du selber mit dem Gedanken spielst, den Jakobsweg zu gehen, kann dir dieser Artikel helfen, einige deiner Fragen zu beantworten. Denn auch ich hatte vor der Reise einige Fragen.

Diese gelben Pfeile werden dich den ganzen Weg lang führen.

Aber beginnen wir von vorne: Wie kam es überhaupt dazu?

Ein paar Wochen vor meinem Urlaub hatte ich mir überlegt, was ich in dieser Zeit machen werde und dachte mit Entsetzen, dass dieser „Jahresurlaub“ wahrscheinlich wie alle anderen Urlaube viel zu schnell vorbeigehen wird und ich am Ende der zwei Wochen denken würde: „Wie? Das war es schon? Und jetzt bis Weihnachten wieder durcharbeiten?“.

Da ich keine Reise geplant hatte, habe ich mich in einer Endlosschleife von putzen, Arztterminen und ähnlichen Dingen gesehen, die man halt so macht, wenn endlich Zeit dafür da ist.

Ich habe mich also so richtig schön in Miesepeter-Stimmung gedacht und irgendwann die Reißleine gezogen.

STOPP!! Du musst hier raus. Irgendetwas machen, etwas erleben.

Wie oft denke ich mir, dass ich Schottland oder Irland gerne mal sehen würde oder irgendwann mal Australien besuchen. Irgendwann…

Viel zu oft lebe ich von Wochenende zu Wochenende, von Urlaub zu Urlaub und verschiebe Abenteuer auf „irgendwann“.

Ich habe mal in meinen Kalender geschaut. „Irgendwann“ habe ich nicht gefunden. Mir scheint, es gibt „irgendwann“ gar nicht. Also los und zwar jetzt. Das war genau 5 Wochen vor meinem Urlaub.

Einer der vielen Sonnenaufgänge auf dem Camino

Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr gefiel mir die Idee, den Jakobsweg zu wandern. Ein Pauschalreisen-Typ bin ich nämlich überhaupt nicht und der Gedanke an eine riesige Hotelanlage mit Massenabfertigung zu den Essenszeiten lassen mir einen Schauer den Rücken hinunter laufen.

Da ich in Vollzeit arbeite und somit nur 30 Tage Jahresurlaub habe, habe ich mich dazu entschieden, meine geplanten zwei Wochen Septemberurlaub auf drei Wochen zu verlängern und ein Stück des Jakobswegs zu gehen. Die Wahl auf den „klassischen“ Camino Francés war schnell getroffen.

Bei einer Strecke von 25 km pro Tag, was dem Durchschnitt der Pilger entspricht, könnte ich in 12 Tagen 300 Kilometer laufen. Das würde gut passen. Aber welche 300 Kilometer? Die ersten 300 oder die letzten 300 oder welche mittendrin? Man könnte ja den Gesamtweg halbieren und auf zwei Jahre verteilen. Der Gedanke loszulaufen, vielleicht Bekanntschaften zu schließen und dann sagen zu müssen: „So, lauft ihr mal weiter, ich muss wieder zurück zur Arbeit“ fand ich aber ziemlich bescheiden. Also habe ich mich für die letzten 300 Kilometer ab León entschieden.

Um die Compostela, die Pilgerurkunde, zu bekommen muss man die letzten 100 Kilometer zu Fuß oder die letzten 200 Kilometer mit dem Rad oder Pferd zurückgelegt haben. Das passt also. Außerdem hatte ich das Gefühl auf ein Ziel zuzugehen.

Die Brücke nach Portomarin im Nebel

Die Reise würde mein erster Urlaub allein sein. Allein, in einem fremden Land und ohne Ahnung, ob ich es schaffen würde. Aber ich dachte mir: „Hey, es ist Spanien und nicht das australische Outback. Du wirst schon Hilfe finden, wenn du sie brauchst!“ Ganz so locker habe ich es natürlich nach innen nicht gesehen, aber damit ich keinen Rückzieher machen konnte, habe ich Freunden und Kollegen von meinen Plänen erzählt und alle waren schwer beeindruckt. Was mich ein bisschen stolz machte, aber auch ein wenig ängstlich, mich doch vielleicht zu überschätzen.

Zeit für die ersten Vorbereitungen und was nehme ich überhaupt mit?

Als erstes kaufte mir diesen Reiseführer und las ein bisschen darin. Ich merkte allerdings schnell, dass mir die Lektüre nur etwas unmittelbar vor der jeweiligen Etappe bringen würde. Also legte ich ihn wieder beiseite und beschloss mich ein wenig treiben zu lassen. Den Flug nach Madrid buchte ich zwei Wochen vor Abreise, gleichzeitig mit dem Rückflug ab Santiago de Compostela. Eine Zugfahrt hätte 24 Stunden gedauert, das klang wenig verlockend. So ist es das Flugzeug geworden.

Die Kathedrale in León

Das Hotel für die ersten zwei Nächte hatte ich schon gebucht und damit das letzte freie Einzelzimmer ergattert. Es liegt mitten im Zentrum von León und wurde bei Anreise bezahlt. Ich hatte schlimmste Befürchtungen, da es für zwei Nächte lediglich 33 € kostete. Für mich zählte bei der Buchung aber nicht der Komfort, sondern, dass ich ein Einzelzimmer habe. Ich wollte erstmal ankommen und mich seelisch auf den Weg vorbereiten. Daher hatte ich auch zwei Nächte gebucht. León soll eine wunderschöne Stadt sein, die ich mir am Sonntag gerne in Ruhe ansehen wollte, um dann am Montag meinen Weg zu starten.

Das Packen fiel mir nicht sonderlich schwer, da ich schon des Öfteren mit dem Rucksack in der Natur unterwegs war und so eine grobe Vorstellung hatte, was ich brauche, was ich nicht brauche und was das Ganze wiegt. Meine Packliste bestand im Wesentlichen aus zwei Wanderoutfits, einem Freizeitoutfit, Nachtwäsche, einem Handtuch, Wanderschuhen, Sandalen und meiner Kosmetiktasche mit Zahnbürste und Zahnpasta, Haarbürste, einem Stück Shampoo, Creme und Haargummis. Das Ganze fand Platz in meinem Rucksack, in dem ich außerdem noch meine Trinkblase packte. Die komplette List findest du hier: Packliste.

Diese habe ich nach Rückkehr überarbeitet, denn ich habe nicht alles benötigt und ein paar andere Sachen, wie Schmerzgel und mehr Tape, hätte ich gerne dabei gehabt.

Manche Passagen sind ziemlich steil

Endlich geht es los – Der Weg zum Weg

Früh morgens machte ich mich – zu Fuß – auf den Weg zum Bahnhof in Wuppertal. Irgendwie fühlte es sich richtig an, mit dem Rucksack auf dem Rücken vor der Haustüre zu starten. Vom Hauptbahnhof aus fuhr ich mit dem Zug nach Düsseldorf zum Flughafen. Das Flugzeug sollte mich dann nach Madrid bringen und von dort wollte ich einen Bus nach León nehmen. Insgesamt war ich 15 Stunden unterwegs und heilfroh, als ich endlich in León angekommen war. Die Stadt guckte ich mir dann am nächsten Tag in Ruhe an, um dann am darauffolgenden Tag mit meinem Weg zu starten.

Weinhügel in Bierzo

Der Jakobsweg – Jede Etappe ist einzigartig und jeder Tag birgt etwas Neues

Jeder Tag begann für mich mit dem frühen Aufstehen. Dank meiner Stirnleuchte konnte ich auch schon um halb sieben starten und verschaffte mir so die nötige Ruhe beim Laufen. Meist ging ich bis neun oder halb zehn Uhr, um dann eine Frühstückspause mit Tee, Baguette und Nüssen zu machen. Gegen Mittag bin ich dann meist in die Herberge eingekehrt, habe mich geduscht und erstmal Siesta gemacht. Danach ging es dann zum Einkaufen und anschließend wurde gekocht. Der Camino hat halt seinen ganz eigenen Rhythmus. Ich habe diesen aber sehr genossen und wünsche mir heute manchmal, ich würde morgens schon körperliche Leistung erbringen, um dann gegen Mittag ein Schläfchen zu machen. Dieser Rhythmus hat mir sehr gut getan.

Du bist nicht allein!

Schon vor meiner Reise habe ich mich gefragt, wie ich wohl alleine zurechtkommen werden. Ich bin sehr gerne allein und auch sehr selbständig und trotzdem war diese Erfahrung neu für mich. Aber lass dir gesagt sein: Auf dem Jakobsweg wirst du nicht allein sein! Diese Frage hatte sich direkt nach 1 Stunde geklärt, als ich an einer Ampel in Léon stand und mitbekam, dass die zwei Mädels neben mir Deutsch sprachen. So lernte ich Sandra und Julia kennen. Generell wirst du jeden Tag auf dem Jakobsweg neue Leute kennenlernen. Selbst ich, obwohl ich normalerweise nicht sonderlich kontaktfreudig bin, habe direkt Anschluss gefunden. Du kannst den ganzen Tag für dich alleine sein, wenn du willst. Oder du gehst den Weg mit jemandem gemeinsam. Alles ist möglich.

Kurz vor Ribadiso

Und wenn ich kein Spanisch kann?

Obwohl die Spanier, ähnlich wie die Franzosen wenig Englisch sprechen, so ist man dennoch auf die Pilger eingestellt und versteht sie auch in der Regel. Zur Not mit Händen und Füßen. Außerdem sind meist noch andere Pilger in der Nähe, die eventuell Spanisch sprechen und dein Englisch übersetzen können. Obwohl ich mit vielen Deutschen auf dem Weg war, haben wir die meiste Zeit Englisch gesprochen, damit wir uns alle untereinander verstehen und sich keiner ausgeschlossen fühlte.

Am frühen Morgen waren die Täler immer von Nebel bedeckt

Ein Bett in der Herberge oder doch lieber ein Hotel? Wie schläft man in einem Raum voller fremder Menschen?

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass das meine größte Sorge war. Wenn ich müde und erschöpft bin, meine Ruhe brauche, mit so vielen fremden Menschen einen Schlafraum zu teilen. Nachts im Schlafanzug auf die Toilette zu gehen, die Geräusche und die Gerüche der anderen… Aber ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt, als es tatsächlich war. An den permanenten Geruch nach Fuß gewöhnst du dich sowieso und wenn du Ohrstöpsel dabei hast, machen dir die Geräusche auch nicht viel aus. Dass das Bett wackelt, wenn derjenige über oder unter dir sich umdreht, merkst du auch nur dann und wann, denn du wirst abends müde sein. So hatte ich mich schon nach zwei Nächten daran gewöhnt, mit mehren Leuten in einem Raum zu schlafen. Eine Alternative stellen Hostels oder Hotels dar, die aber auch oft Mehrbett-Zimmer haben, das Geld kannst du dir getrost sparen. Und ganz ehrlich: im Nachhinein gesehen, macht es auch den Charme des Jakobsweges aus.

Was kann man als Veganer eigentlich noch essen?

Diese Frage bekomme ich als Veganerin hin und wieder gestellt. Dass ich sie mir mal selbst stellen würde, hätte ich nicht gedacht. Das vegane Angebot auf dem Camino lässt leider zu wünschen übrig. Wenn du deine Etappen allerdings um die vegetarischen Herbergen planst, wirst du wahrscheinlich mehr Glück haben. Für mich gab es öfter Salat und Pommes, als mir lieb war. Aber ich hatte auch viele, ganz leckere Mahlzeiten. Vor allem am Anfang des Weges gab es fast in jeder Herberge eine gut ausgestattete Küche, sodass ich mich mit einigen Pilgern zusammen getan habe und wir etwas leckeres, fleischfreies gekocht haben. Dank Lara, die Vegetarierin ist, kochten sie sowieso schon vegetarisch und schraubten für mich dann nochmal ein bisschen zurück, sodass wir unsere Gerichte auf den kleinsten, gemeinsamen Nenner abstimmten. Es gab unter anderem Paella mit Gemüse, Pasta Puttanesca, Salat mit Kichererbsen, Bratkartoffeln mit Salat und dazu immer ein Glas Rotwein. Oft gönnten wir uns eine Tafel Schokolade dazu, die wir zu sechst oder acht teilten.

Leckeres Abendessen, in der Herberge gekocht

Mein Frühstück bestand meist aus Baguette, Obst und ein paar gesalzenen Nüssen. Später klemmte ich dann auch gerne mal eine paar Stückchen Schokolade zwischen ein Baguette oder beschmierte es mit Avocado oder belegte es mit Tomatenscheiben. Zwischendurch gab es bei mir Haferflockenkekse, die ich am ersten Tag in einem Supermarkt gefunden hatte und die glücklicherweise vegan waren. Ein paar Stückchen Schokolade waren darin und dadurch schmeckten Sie lecker und sättigten durch die Haferflocken ordentlich. Du siehst schon: Verhungern wirst du als veganer Pilger nicht. Ich habe von manch einem Veganer gehört, der auf dem Weg zum Vegetarier wurde, weil es zu schwierig war, auf sämtliche Tierprodukte zu verzichten. Das wäre nichts für mich gewesen. Lediglich beim Wein habe ich meine persönliche Ausnahme gemacht und nicht geprüft, ob dieser vegan ist.

Wenn du beim Essen keine Einschränkungen machst, wirst du fast immer ein Pilgermenü bekommen können. Dies besteht meist aus Fleisch mit Beilage oder Nudeln mit Fleischsauce oder Frittiertem. Selbst wenn ich Fleisch essen würde, wäre mir so manches Menü aber zu schwer verdaulich gewesen. Denn wenn du morgens früh wieder deine rund 12 kg Gepäck den Berg hinauf schleppen willst, ist ein gluckernder Bauch eher hinderlich.

Wie der Camino mich verändert hat

Bis einen Tag vor Santiago war ich der festen Überzeugung, dass es eben doch nur eine Wanderung ist. Klar, man kann immer viel in Dinge hinein interpretieren und einen Sinn finden. Dafür braucht man den Jakobsweg nicht. So oder so ähnlich waren meine Worte an Katy, die mit mir wanderte. Ich hatte die Befürchtung, dass ich in Santiago de Compostela ankommen werde und nichts fühle. Die Befürchtung stellte sich glücklicherweise als unbegründet heraus. Denn als Katy und ich vor der Kathedrale standen, umarmten wir uns und ich war sehr gerührt. Auch die Messe, die wir kurze Zeit später besuchten, hat mich sehr bewegt und zum einen oder anderen Tränchen geführt. Ich weinte vor Erschöpfung, Erleichterung, Überforderung von der Masse an Menschen, der Lautstärke und Rührung über den Gesang des Chores.

Erst in der Woche, die ich in Finisterra verbrachte, kam ich zur Ruhe, die Schmerzen verschwanden und ich hatte den Kopf frei, um über die Erlebnisse nachzudenken. Und dann hatte mich der Weg. In meinem Kopf tummelten sich die schönsten Erinnerungen und ich erkannte, wieviel ich gelernt hatte. Zum einen im Zusammenleben mit anderen, aber auch über mich selbst. Sowohl über meine Schwächen, als auch meine Stärken. Auf dem Weg zum Flughafen am letzten Tag, formulierte ich Sätze in meinem Kopf, die ich für das Fazit auf meinem Blog verwenden wollte. Mir kamen wieder die Tränen, vor Rührung. Die Sätze habe ich natürlich bis heute vergessen, was aber bleibt ist ein Gefühl. Ein Gefühl, dass ich am letzen Abend am Strand fühlte. Wir waren zu knapp 30 Leuten an einen Strand in Finisterra gegangen um zu Essen, zu Trinken und beim Lagerfeuer zu sitzen. Einen Moment lang war ich etwas abseits der Gruppe und genoss die Welt um mich herum. Vor mir das tobende Meer, hinter mir die schroffen Felsen, unter mir der feine Sand und das Ganze zugedeckt von einer Decke aus Sternen. Solch einen Sternenhimmel hatte ich vorher noch nicht gesehen. Ich fühlte mich so behütet in diesem Augenblick. Soweit weg von zu Hause, allein, am „Ende der Welt“ und doch fürchtete ich nichts.

Werde ich es wieder tun?

Ich werde auf jeden Fall wieder die Wanderschuhe schnüren, meinen Rucksack aufsetzen und mich auf einen längeren Weg machen. Ein großer Traum sind und bleiben der PCT – Pacific Crest Trail und der Appalachian Trail in den USA, die ich gerne mal bewandern möchte. Ob ich das in diesem Leben noch in die Tat umsetzen werde oder ob es beim Traum bleibt, werde ich sehen. Aber auch den Jakobsweg möchte ich nochmal gehen. Den Küstenweg auf jeden Fall und den Camino Francés zwar nicht in naher Zukunft, sondern eher in Richtung Rente vielleicht auch nochmal komplett. Denn ich habe längst nicht alles gesehen und möchte ein paar Dinge nachholen, die ich dieses Mal verpasst habe.

Was werde ich beim nächsten Mal anders machen?

Der Weg war gut so, wie er war. Punkt. Daran möchte ich nicht rütteln. Er hat mich Dinge gelehrt und dazu beigetragen, wie so viele andere Dinge, die ich bisher in meinem Leben erlebt habe (ja, auch die blöden Dinge!) mich zu dem Menschen zu machen, der ich heute bin. Dennoch würde ich beim nächsten Mal auf ein paar Dinge besser achten. Dazu gehören zum Beispiel ein besseres Schuhwerk, damit ich nicht so arge Schmerzen habe. Oder einen Rucksack, der angenehmer zu tragen ist. Da ich diesen Weg auf meinem Blog geteilt habe, würde ich bei meiner nächsten Wanderung wahrscheinlich mein MacBook nicht mitnehmen (Da bin ich mir ganz ehrlich gesagt aber nicht 100%ig sicher, da ich es, bis auf die zusätzlichen 1,3 kg, sehr genossen habe). Ich würde das nächste Mal vielleicht ein bisschen mehr planen, sodass ich meine Etappen auf die vegetarischen Herbergen ausrichte, an denen ich dieses Mal vorbeigekommen bin, aber keine Nacht verbrachte. Das ist es eigentlich auch schon. Ansonsten bin ich mit den Erfahrungen, die ich gemacht habe sehr zufrieden.

Sonnenuntergang am „Ende der Welt“

Ich kann jedem empfehlen, einmal solch eine Reise zu machen. Und zwar allein. Die Erfahrungen, die du sammelst, die Menschen, denen du begegnest und das Kennenlernen deiner selbst wird dich dein Leben lang begleiten und wahrscheinlich auch verändern oder zumindest beeinflussen. Ich bin froh, mich dafür entschieden zu haben und freue mich schon auf meinen nächsten Trip mit mir.

Das Camino-Tagebuch zu den einzelnen Etappen findest du hier: Wandern auf dem Jakobsweg.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

Alles Liebe
Rina

Übrigens, hier ist die Übersicht all unserer Pilgerberichte.