Camino Francés – Etappe 21

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Jakobsweg Spanien (Camino Francés)
von Villadangos del Páramo nach Astorga

Nach den ersten Kilometern erreicht man San Martín del Camino, einen kleinen Ort, der mit der Kirche de San Martín eine kleine Pause-station bietet. Hier kann man die Figuren einiger Heiliger sowie des Sankt Martins betrachten, deren Aufgabe der Schutz und die Sorge um Pilger ist.

Mittelalterliche Brücke von Puente de Órbigo

Mittelalterliche Brücke von Puente de Órbigo

Es folgt Hospital de Órbigo und der Paramo Leonés, wo das Schmelzwasser der umgebenden Berge sammelt und nun über zahlreiche Bäche abfließt. Eine etwa 200 Meter lange Brücke über das ehemalige Sumpfgebiet und die kleinen Nebenflüsse des Río Orbigo gaben dem nächsten Ort einst seinen Namen: Puente de Orbigo.

Villares de Órbigo ist ein weiterer kleiner Ort am Jakobsweg in der Provinz León. Auch hier steht eine Jakobus-Kirche, dessen Figur erneut als Maurentöter im Mittelpunkt des Altars steht.

Der Ort ist sehr landwirtschaftlich geprägt, was sich vor allem durch Anbau von Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und Paprika auszeichnet. Dies ist der Nähe zum Río Òrbigo zu verdanken, der ein gutes Bewässerungssystem zulässt.

Astorga und Kathedrale Santa Maria von Westen

Astorga und Kathedrale Santa Maria von Westen

Weiter geht es nach Santibáñez de Valdeiglesia, in dessen Kirche Santísima Trinidad sich früher zwei Figuren des heiligen Rochus und des Jakobus befanden. Den heiligen Rochus kann man heute im Museo de los Caminos in Astorga besichtigen.

San Justo de la Vega entstand entlang des Camino Frances und einer alten Viehtriebroute. Auch hier gibt es ein Bildnis des heiligen Rochus, das man in der Kirche San Justo betrachten kann.  Kurz vor San Justo befindet sich ein Wegkreuz, das Crucero de San Toribio. Einst soll sich hier der aus dem Amt vertriebene Bischof Toribio traurig umgewendet und den Staub von seinen Sandalen geschüttelt haben.

Das Etappenziel wird in Astorgas erreicht. Der Ort liegt etwa 50 Kilometer westlich von Léon am Fuße der Montes de Léon, einer über 2000m hohen Bergkette. Der Río Tuerto fließt mitten durch die Stadt.
Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Kathedrale Santa Maria aus dem achten Jahrhundert und der Bischofspalast, der einst von Antoni Gaudí im neogotischem Stil gestaltet wurde.

Die Kathedrale von Astorga (links) und der Bischofspalast (rechts)

Die Kathedrale von Astorga (links) und der Bischofspalast (rechts)

In Astorgas befindet sich auch das zuvor angekündigte Museo de los Caminos, das Museum der Wege. Auch das Rathaus ist sehenswert, es befindet sich in einem Palast des 17. Jahrhunderts . Zwei traditionell gekleidete Figuren schlagen hier an der Rathausuhr die Stunden.

Es sind aber auch viele Zeugnisse der römischen Kultur zu betrachten, es gibt so eine teilweise ausgegrabene römische Villa, die alte Stadtmauer, ein Arbeitshaus und teilweise Ausgrabungen des Forum Romanum, Thermen und Kanalisation, die ebenfalls besichtigt werden kann.

Die Stadtmauer von Astorga

Die Stadtmauer von Astorga

Aber auch die Gaumenfreunde kommen hier nicht zu kurz. Es existiert in Astorga eine lange Tradition der Süßwarenherstellung, die aufgrund der Lage an der Handelsroute Madrid – galizische Häfen entstand. Zu den Leckereien zählen diverse Schokoladenvariationen, das Blätterteiggebäck „Hojaldres“ und das Butterschmalzgebäck „Mantecados“. Wem das Probieren nicht reicht, kann auch einen Abstecher in das „Museo de Chocolate“ machen.

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