Camino Francés – Etappe 28

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Jakobsweg Spanien (Camino Francés)
von Sarria nach Portomarin

Eine gute Stunde westlich von Sarria liegt Barbadelo. Anfang des 11. Jahrhunderts war Barbadelo ein Doppelkloster, das von Samos abhängig war. Später wurde es zu einem zivilen Ort mit einer normalen Pfarrgemeinde.

Kirche Santa María de Ferreiros

Kirche Santa María de Ferreiros. Foto: José Martinez

Ein Besuch der romanischen Jakobskirche Igrexa de Santiago de Barbadelo ist unbedingt zu empfehlen, sie gilt als Sehenswürdigkeit von nationalem Wert. Die im zwölften Jahrundert aus Granitsteinen erbaute, rechteckige Kirche hat wunderschöne Portale, die mit Mensch- und Tiermotiven, aber auch mit Pflanzen und Jakobsmuscheln geschmückt sind. In Barbadelo gibt es zudem noch Reste eines keltiberischen Dorfs zu sehen, das Castro das Paredes.

Der nächste Ort auf dem Jakobsweg ist Mercado de Serra, dessen sich aus Markt (Mercado) und dem ortsbestimmenden Zusatz am / vom Gebirge (de Serra) zusammensetzt.

Brea ist für viele Pilger ein wichtiger Ort, da hier der Kilometerstein 100 steht, der die Mindestlaufstrecke für Fußpilger markiert.

Die ins neue Dorf versetzte Kirche San Nicolás

Die ins neue Dorf versetzte Kirche San Nicolás

Weiter geht es nach Ferreiros. Der Ortsname verweist auf einst hier befindliche Schmieden hin. Ein Besuch der Kirche Santa María de Ferreiros lohnt sich. Die kleine romanische Kirche wurde 1790 abgetragen und am heutigen Standort, dem Friedhof, wieder aufgebaut.

Vilachá ist der nächste Ort, in dessen Nähe sich noch Ruinen des Klosters Santa María de Loyo befinden. Hier wurde Ende des 12. Jahrhunderts die erste Satzung des Santiagoritterordens verfasst.

Ziel der Etappe ist Portomarín, ein Ort der aufgrund seiner Brücke über den Miño schon immer als ein bedeutsamer Piglerort galt. Erstmals wurde er im achten Jahrhundert erwähnt, hat aber auch zahlreiche archäologische Zeugnisse vorzuweisen, die auf eine alte Existenz hinweisen.

Portomarin (links) und seine Brücken:

Portomarin (links) und seine Brücken. Foto: Dietmar Giljohann

Beim Bau des Belesar-Stausees (1956) wurden einige Bauwerke umgesetzt, so die Kirche San Nicolas, ein alter Brückenbogen, der Palast des Grafen Maza und der der Pimentales auch genannt Berbeteros, sowie das Portal der Kapelle San Pedro. Heute befinden sich diese am Hang statt im Ortskern. Das alte Portomarin wird heute nur noch bei Niedrigwasser sichtbar.

Desweiteren zeugen viele Wehrdörfer von der keltiberischen Vergangenheit, wie Castro de Catromaior, Castro da Vires, Castro de Bedro, Castrolobrixe , Castro de Vila und der Castro de Soengas.

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