Geh‘ los und lies diese Seite nicht!

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Geh‘ los und lies diese Seite nicht!

Den Jakobsweg kann man weder lesen noch surfen. Man kann ihn nur gehen. Du kannst ihn nur gehen.

Doch du versuchst gerade ihn zu lesen.

Darum geh‘ los und lies diese Seite nicht weiter!

Du bist schon inspiriert genug loszugehen. Du kennst schon die wichtigsten Tipps und Infos.

Es ist nun an der Zeit deine eigenen Erfahrungen zu machen, deine eigenen Jakobsweg-Erlebnisse zu sammeln und deine eigenen Erkenntnisse daraus zu ziehen.

Es ist an der Zeit für dich unterwegs so viele kleine „Fehler“ wie möglich zu machen, denn nur daran wachsen wir letztlich.

Und wenn wir es schaffen, sie nicht als Fehler zu sehen, sondern als Erfahrungen, Lernschritte und Experimente, dann nehmen wir uns den Druck.

Klar ist es weise, vor dem Aufbruch einmal über die Pilgertipps zu schauen, sich mit der Jahreszeit und dem Weg zu beschäftigen. Eine Packliste wie diese hier ausgiebig zu studieren und überlegt die passenden Kleidungs- und Ausrüstungsstücke zu besorgen. Das ist sicher weise, und das empfehle ich dir auch.

Nur kommt irgendwann der Punkt, ab dem du alles schon einmal gehört, gelesen oder durchdacht hast. An dem es Zeit wird aufzubrechen.

Was, wenn genau jetzt dieser Moment ist? Der Moment an dem du eine Entscheidung triffst und sagst: „Ja, ich gehe den Jakobsweg!“.

Denke dir noch ein Datum hinzu. Ein „dieses Jahr“ oder „kommenden April“ oder so.

Und dann geh‘ los und lies diese Seite nicht zuende!

Denn wir können uns bestens auf Regenstunden und die beste Jahreszeit vorbereiten. Wir können unsere gepackten Rucksäcke 10 Mal durchforsten und optimieren, und nochmal ein paar Gramm aussortieren.

Doch was wir nicht planen, vorhersehen und kontrollieren können, ist das, was uns unterwegs passieren wird.

Wie wird es wirklich sein wird, im Regen zu pilgern. Welche der Packstücke wir wirklich brauchen. Welche Hilfen wir unterwegs erfahren. Welche wundervollen Menschen wir treffen werden. Welche Begegnungen den Weg prägen und ihn zu unserem Weg eigenen machen.

Und glaube mir, du wirst solche Begegnungen haben, von denen du kaum glauben kannst, dass sie zufällig passieren.

Du wirst Leute treffen, die genau dasselbe Thema haben wie du. Du wirst inspiriert werden und andere inspirieren. Auf dem Weg, und noch lange Zeit danach.

Genau diese Unwägbarkeiten machen den Reiz des Jakobswegs aus – und des Lebens allgemein: dass wir nicht wissen, was hinter der nächsten Kurve kommt. Dass wir uns überraschen lassen dürfen.

Das erfordert Mut und Offenheit. Doch diese beiden Eigenschaften können wir nicht planen und nicht kaufen, sondern nur kultivieren.

Den Weg zu gehen wird nicht schwer sein. Denn er besteht nur aus vielen kleinen Schritten.

Der einzige große Schritt ist der endlich zu entscheiden den Weg zu gehen. Und zu sagen: „Ja, ich gehe den Jakobsweg!“

Wenn du das schaffst, dann wirst du belohnt: mit neuen Erlebnissen, intensiven Momenten, unvergesslichen Erinnerungen und belebenden Begegnungen.

Denn der Jakobsweg wird dein Leben ändern!

Sicherlich würden wir im Nachhinein das ein oder andere anders machen, wenn wir noch einmal die Wahl hätten. Womöglich schmunzeln wir anschließend beim Gedanken daran, wie wir vor der Reise dastanden und alles versucht haben, zu durchdenken.

Doch nur durch eigene Erfahrung kommen wir zu diesen Erkenntnissen. Wir können sie nicht kaufen.

In diesem Sinne lade ich dich ein, dich ausgiebig auf diesen Seiten umzuschauen, so viel an Information und Inspiration aufzusaugen, wie du möchtest. Doch erkenne den Moment, wenn es Zeit ist eine Entscheidung zu treffen.

Und dann geh‘ los!

Und wenn du danach wiederkommst (oder schon auf deinem Weg warst), dann darfst du allen Lesern  gerne ein paar Zeilen schreiben. Gleich hier unten als Kommentar.

  • Albert Falke

    Ich bin in den vergangenen Jahren den camino Frances, del norte, via de la plata und den camino portugues an der Küste gegangen. Falls es gewünscht wird, kann ich eventuell etwas zu den Themen beitragen.

  • Agnes

    Ihr habt vollkommen recht. Wir (eine Gruppe von mindestens sechs Personen) gehen den Jakobsweg seit Jahren in Etappen. Wir sind bereits in Logrono und da gehts im August weiter…

  • Irmgard Zimmermann

    Ich bin den camino Frances, den camino del Norte, camino de la Plata, camino Portugues (Küstenweg einschl. Fatima) und in diesem Jahr den camino Madrid gegangen. Gebe gerne Auskunft.

    • Danke Irmgard. Ich werde demnächst noch ein Forum auf dieser Seite einrichten, das ist dann ein guter Ort für solche Fragen und (deine) Antworten ;)