Trier – Metz

Michael Jakusch ist den Jakobsweg von Trier nach Metz gewandert und hat diese Foto-Geschichte im Juli 2012 davon mitgebracht.

Die gesamten Bilder gibt es in Michaels Facebook-Album.

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Ankunft Trier – mit was beginnt man am besten eine 26- Km Tagesetappe ?? Genau!

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Gestartet wird an der Porta Nigra, dem Wahrzeichen von Trier. Sie wurde während der Herrschaft des Kaisers Mark Aurel – also etwa 150 nach Christus erbaut.

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Die Konstantinbasilika war seit ihrer Erbauung ca. 300 n. Chr. unter anderem : Sitz des Kaisers Konstantin, Kaserne, Lazarett und Kirche. Heute zählt sie zum Unesco Weltkulturerbe.

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Der Palastgarten bei der Konstantinbasilika

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So, noch schnell an den Kaiserthermen in Trier vorbeimarschiert …

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… und schon bin ich wieder in der Spur – Saarland, ich komme^^

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… an der Mosel entlang …

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… Richtung Konz.

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Kurz vor Konz mündet die Saar in die Mosel.

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Über die Saarbrücke gehts nach Konz.

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Nach Konz verlasse ich Saar und Mosel und wandere durch die Saargau – Randhöhen weiter. Ab hier sind es noch 92 Km bis Metz.

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..die Wegweiser werden seltener …

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Das nun zu durchwandernde Gebiet besteht aus Streuobstwiesen, Feldern und Gehölzen.

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Blümchen …

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… und immer wieder der Weg, der steinige, endlose ….

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…Himmelwald

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Der Weg nach Tawern, ein landwirtschaftlich – weinbaulich geprägter Fremdenverkehrsort mit 2600 Einwohnern.

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Kapelle in Tawern

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Tawern ist Geschichte, unterwegs zum Tagesziel Mannebach.

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…mein Zimmer für die Nacht in Mannebach …

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… das schaut alles n bissl bäuerlich – rustikal aus.^^

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Mannebach: Die Stärkung für einen neuen Wandertag – übrigens – Übernachtung mit Frühstück 50 Euro….

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Kurz nach Mannebach erreiche ich die Rehlinger Kirche, die übrigens dem Apostel Jakobus geweiht ist, also genau die richtige Kirche für Jakobswegpilgerer^^

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Leider war die Kirche verschlossen und ich konnte nur durch die Gittertür hineinspähen.

Den Ort Rehlingen gibt es nicht mehr. Er wurde im 16 Jahrhundert durch die Pest entvölkert. Das einize Gebäude dieses Dorfes das mittlerweile noch steht ist die Kirche.

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Brunnen am Rastplatz der Rehlinger Kirche .. mit der Jakobsmuschel^^

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Auf dem Weg nach Merzkirchen / Saarland

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Ja ja, das ist der armen Leute ihr Zuckerbrot ….

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Richtung Merzkirchen

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…eine junge Pilgerin, die es bis nach Spanien in einem Stück durchziehen wollte … so wie ich sie einschätzte hat sie das nicht gepackt.

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Ankunft in Merzkirchen (650 Einwohner).

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Ortsausgang Merzkirchen (mehr Windräder wie Einwohner^^).

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Hinter Merzkirchen – Blick nach links …

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… Blick nach rechts …

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… und Blick geradeaus. Die nächste Ortschaft ist Sinz, 270 Einwohner.

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Ein alter Römerweg führt nach Sinz – da steht sogar noch ein alter römischer Streitwagen …

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… unterwegs nach Sinz

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Hinter Sinz wird es dann wieder ein bissl anstrengend – es geht wieder in steilen Steigungen bergauf – dafür wird man dann durch eine schöne Landschaft entschädigt^^

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Die nächste Ortschaft, Borg ist auch nicht gerade erwähnenswert … Einwohner: 370, Straßen: 4 (inklusive Feldweg), Windräder: 2.

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Hier zeigt sich die Saarländische Lebensfreude

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die Viezstraße, dieSaarländische Konkurrenz zur Weinstraße – nur eben mit Äppelwoi …

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.. nach einer Ansammlung kleiner Hütten (Ortschaft Borg) geht es weiter nach Perl – hier muß ich die BAB 8 überqueren…

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… auf der Brücke, unter mir die BAB 8 – man beachte den Radfahrer im Hintergrund – saarländische Lebensfreude eben^^

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Der 1800 Einwohner Ort Perl rückt immer näher, hier ein Vorort von Perl, Sehndorf.

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Perl – noch wenige Schritte, dann wäre die Tagesettappe geschafft. Perl wird übrigens der letzte Ort sein, in dem ich auf deutschem Boden übernachte.

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Lol – in Perl Sehndorf … Gruß an die Feierwehr

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.. en saarlännische Gardezwerch

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.. und wo ich am Abend lande weiß ich auch schon

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In Perl suchte ich das Gästehaus Sonnen – Klein auf, welches mein Nachtquartier werden sollte. Leider waren keine Zimmer mehr frei, doch die sehr nette Inhaberin erlaubte mir in der Wohnung ihrer Tochter (Wohnzimmer, Küche, Bad und Schlafzimmer) unter dem Dach zu schlafen. Das Bild und das vorhergehende Bild zeigen Perl in der Abenddämmerung aus dem Zimmerfenster. Übrigens: die Tochter war NICHT zuhause.

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Ja, so isses … Heute abend werde ich in 3 Ländern gewesen sein …

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Ein letztes mal die deutsche Mosel .. auf der anderen Seite sieht man Schengen / Luxemburg.

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…Iwwer die Brigg noch Luxeburg …

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…noch 5 Schritte bis Luxemburg

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Schengen

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… an der Mosel entlang durch Luxemburg Richtung Süden

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Durch diesen Wald verläuft die Luxemburgisch – Französische Grenze.

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…in diesem Moment habe ich französischen Boden betreten !!!

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Blick auf den ersten französischen Ort, den ich erreiche – Contz-les-Bains

 

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Den Ort Contz-les-Bains hab ich einfach links liegen gelassen, unterwegs zum nächsten Ort. Im Hintergrund sieht man übrigens das Atomkraftwerk Cattenom

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Ankunft in der Ortschaft Sierck-les-Bains, 1870 Einwohner und Einkaufsmöglichkeit. Insgesamt betrachtet ist Lothringen allerdings nicht unbedingt das Shopping – Paradies… Hier zu sehen ist der Bahnhof von Sierck-les-Bains.

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Nach Sierck-les-Bains geht es auf den Altenberg (der steilste Anstieg zwischen Perl und Vezelay). Im Hintergrund sieht man wieder das AKW Cattenom, das immer näherrückt

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Feld-Wald-Wiesenlandschaft in Lothringen … erste Vorzeichen der Maginotlinie ???

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.. so geht es den ganzen Tag über weiter, Kilometer für Kilometer … Ich komme durch Orte in denen es keinerlei Möglichkeiten zu übernachten, essen oder einkaufen gibt. Die Sonne brennt vom Himmel und meine Wasserflasche ist so gut wie leer. Ich durchwandere die Ortschaften Kerling-les-Sierck, Lemestroff, Bisbach und Budling, teilweise Orte mit 160 Einwohnern ….

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Ein Bunker an der Maginotlinie

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Am Besucherparkplatz der Maginotlinie (die man natürlich auch besichtigen kann) steht noch dieses Relikt aus schlechteren Tagen. Im Hintergrund weist das Schild auf einen großen Paintballplatz hin, der dort in der Nähe ist.

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Blick zurück, hinter mir liegt jetzt die Maginotlinie und der Ort Veckring (das Paintballparadies^^) und vor mir noch etwa 7 Kilometer bis Kedange-sur-Canner, wo ich dann hoffentlich eine Dusche, was zu essen und trinken und ein Bett bekomme

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..und mal wieder einen Blick in mein Stempelbuch, das langsam voller wird

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Ankunft Metz

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Innenseite Bahnhof Metz, 1905 erbaut – Willhelminische Bauweise, also da wo Lothringen noch eher Deutsch war .

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Metz, Universitätsstadt und Hauptstadt der Region Lothringen

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Metz, Kathedrale St. Etienne, wie in ganz Metz wird da natürlich auch gebaut, renoviert und restauriert

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Die Kirche St. Etienne, auch als Stephansdom bekannt ist eine der größten gotischen Kirchen Frankreichs. Interessiert ? dann laßt uns doch mal gemeinsam zum Eingang der Kirche schlendern …

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Nun betreten wir den Stephansdom, der zwischen 1220 und 1520 erbaut wurde

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Auch nach oben hin ist es ein recht imposanter Anblick

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… auf unserem Rundgang durch den Stephansdom stechen die vielen Fenster (der Dom hat 6500 Quadratmeter Fensterfläche) ins Auge …

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… ein Teil dieser Fensterfläche wurde 1968 von Marc Chagall gestaltet

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Das Kreuzrippengewölbe des Stephansdoms

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… auf dem Weg zum Ausgangsportal können wir noch diese Rosette bestaunen ..

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.. und mit einem letzten Blick auf diese Rosette verlassen wir die Kathedrale St. Etienne in Metz um unseren Jakobsweg weiterzugehen – es liegen bis zum Abend schließlich noch ca. 30 Km vor mir … Ich hoffe euch hat der kleine Stephansdom Rundgang gefallen.

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Der weitere Weg geht durch Metz hindurch am Moselkanal entlang Richtung Ancy-sur-Moselle.

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Während ich so durch Metz marschiere, komme ich an diesem Gebäude vorbei und denk .. das kenn ich doch …

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das ist der Temple Neuf, auf einer kleinen Insel der Mosel mitten in Metz gelegen und der aufmerksame Beobachter erkennt sofort das dies der Bau ist, der Bild Nummer eins dieser Fotostrecke ( also das Bild des Wanderführers) ist …

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Der Temple Neuf ist eine neuromantische Kirche, die 1901 – 1904 erbaut wurde … hier isse nochmal inner Mosel^^

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Jakobsweg Trier – Metz

  • Hallo Michael,
    wir sind 2009 von der Eifel bis nach Nancy gepilgert. Einige von Deinen Fotos kommen mir daher sehr bekannt vor. Eine schöne Erinnerung.
    Liebe Grüße und bon Camino weiterhin

  • Hallo,

    in nächsten Jahr ist für mich der Pligerweg auch schon geplant. Habe mir deswegen extra schon einen überlangen Urlaub genehmigen lassen.

    Die ganzen Bilder machen jetzt schon Lust auf die Reise und vor allen Dingen Lust auf die ganzen Menschen, welche man auf dem Weg begegnen wird. Ich freue mich! Vielen Dank auch für die tollen Fotos.

    Grüße

  • Hartwig Bertram

    Nichts für ungut, aber bei Bild 3 handelt es sich nicht um die Konstantinsbasilika.

    • Klein Ursula

      Herzlichen Dank, meine freundin und ich starten in wenigen Tagen die Tour Trier-Metz. Jetzt freue ich mich noch mehr drauf – danke übrigens für die wertvollen Tipps, nun werden wir an Tag 3 einige Wasserflaschen mehr mitnehmen.
      Bon camino

      • Hallo Ursula,
        wir starten Karfreitag in St. Matteis, vielleicht trifft man sich. Buen Camino.

  • Lucean Reinhardt

    Hallo Michael,
    ich starte mein Abenteuer Jakobsweg mit dem Mosel-Camino (Stolzenfels-Trier)
    am 22.04.2014 und freue mich schon sehr darauf. Für den Herbst habe ich dann die von Dir gegangene Tour geplant. Dank Deiner schönen Bilder habe ich schon einen Eindruck davon bekommen was mich erwartet.
    Gruß Lucean