Auf dem Weg im Rollstuhl

Babetts Reisebericht 2012

Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!

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Der Jakobsweg ist für Menschen im Rollstuhl längst nicht unmöglich. Ganz im Gegenteil! Er eröffnet,völlig frei von Raum und Zeit, die Möglichkeit Grenzen zu erfahren und diese trotz so mancher Unebenheit, welche die Natur mit sich bringt, bewältigen zu können. Das Ziel Santiago zu erreichen, entschädigt für alle Schmerzen und Mühen.

Wenn man sich dazu entschliesst eine Pilgerreise anzutreten, sollte man mental gut darauf vorbereitet sein. Denn so lassen sich viele Dinge, welche sich ganz einfach auf dem Weg ergeben, fast wie von selbst bewältigen.

Auch bei grösster Anstrengung findet sich dennoch immer wieder Zeit, eine wunderschöne abwechslungsreiche Landschaft zu geniessen, welche immer wieder von Wäldern, Bergen, Flüssen und idyllischen kleinen Dörfern durchzogen wird.

Trotz aller Schönheit des Weges, wären doch so einige Passagen mit dem Rollstuhl ohne die Hilfe zahlreicher lieber Mitpilger einfach nicht zu überwinden gewesen. Alles was man für und auf dem Weg benötigt, ergibt sich einfach. Nicht zu glauben, aber wahr. Ansonsten hätten wir keine 110 km – von Sarria bis Santiago de Compostela – bewältigt.

Hat man dann das ersehnte Ziel Santiago erreicht, sollte man unbedingt die Kathedrale besichtigen. Auch die Messe in der Kathedrale ist ein Erlebnis, welche in Erinnerung bleibt. Zum Entspannen oder um einfach den Tag ausklingen zu lassen empfiehlt es sich, eines der vielen gemütlichen Cafés und Restaurants in Santiago zu besuchen.

Auch wenn Santiago de Compostela für die meisten Pilger das Ende einer unbeschreiblichen Zeit und Reise bedeutet, wollte ich als schönen Abschluss meiner Reise weiter ans Kap Finisterre. Hat man das Kap erreicht, erreicht man somit den letzten Meilenstein des Weges und es bietet sich ein wunderschöner Ausblick, welcher einfach alles vergessen lässt.

Wenn man möchte, ist also fast alles möglich. Selbst mit körperlichem Handicap ist eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg machbar, auch wenn dieser nicht barrierefrei ist. Es war einfach ein unbeschreibliches Erlebnis, welches vielen ermöglicht werden sollte und immer in Erinnerung bleiben wird.

Eure Babett!