Hospitalero werden

Es gibt viele Gründe, warum jemand sich dazu entschließen könnte, als Hospitalero auf dem Jakobsweg oder anderen Pilgerwegen zu dienen. Diese Motivationen sind oft tief persönlich und können spiritueller, sozialer oder praktischer Natur sein. Hier sind einige der häufigsten Gründe, die Menschen dazu bewegen, Hospitalero zu werden.

Albergue Juntos

Inhalte

Warum Hospitalero werden?

Spirituelle und persönliche Beweggründe:

  • Eigene Pilgererfahrung teilen: Viele Hospitaleros sind selbst Pilger gewesen und möchten die Unterstützung und Gastfreundschaft, die sie auf ihrem Weg erfahren haben, zurückgeben.
  • Spirituelle Bereicherung: Für einige ist der Dienst als Hospitalero eine Möglichkeit, ihre eigene spirituelle Reise zu vertiefen, indem sie anderen auf ihrem Weg helfen.
  • Persönliches Wachstum: Die Herausforderungen und Erfahrungen, die mit dem Dienst als Hospitalero einhergehen, können zu persönlichem Wachstum und Selbstentdeckung führen.

Soziale und kulturelle Beweggründe:

  • Gemeinschaftssinn fördern: Als Teil der Pilgergemeinschaft tragen Hospitaleros dazu bei, ein unterstützendes und freundliches Umfeld zu schaffen.
  • Kulturellen Austausch erleben: Hospitaleros treffen auf Menschen aus aller Welt und haben die Gelegenheit, kulturelle Vielfalt aus erster Hand zu erleben.
  • Freundschaften schließen: Viele Hospitaleros bauen dauerhafte Beziehungen zu anderen Freiwilligen und Pilgern auf.

Praktische und altruistische Beweggründe:

  • Hilfe und Unterstützung bieten: Der Wunsch, anderen in einer praktischen und direkten Weise zu helfen, ist eine starke Motivation für viele Hospitaleros.
  • Zur Erhaltung des Weges beitragen: Der Dienst als Hospitalero ist auch eine Möglichkeit, zum langfristigen Erhalt des Pilgerwegs und seiner Tradition der Gastfreundschaft beizutragen.
  • Fähigkeiten und Erfahrungen erweitern: Die Tätigkeit als Hospitalero bietet die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen, etwa in Gastfreundschaft, Organisation und Erster Hilfe.

Zusammenfassend kann der Dienst als Hospitalero für viele eine tiefgreifende und bereichernde Erfahrung sein, die ihnen ermöglicht, einen Beitrag zu einer jahrhundertealten Tradition der Unterstützung und Gastfreundschaft zu leisten, während sie gleichzeitig persönliche und spirituelle Zufriedenheit finden.

Wie wird man Hospitalero?

Um Hospitalero zu werden, insbesondere auf dem Jakobsweg, müssen Sie normalerweise einige grundlegende Schritte und Anforderungen erfüllen. Hier ist ein allgemeiner Überblick über den Prozess:

1. Eigene Pilgererfahrung

  • Pilgererfahrung sammeln: Es wird oft vorausgesetzt, dass Sie selbst als Pilger auf dem Jakobsweg oder einem ähnlichen Pilgerweg unterwegs waren. Diese Erfahrung hilft Ihnen, die Bedürfnisse und Herausforderungen der Pilger zu verstehen.

2. Ausbildung und Schulung

  • Teilnahme an einem Vorbereitungskurs: Viele Organisationen bieten spezielle Kurse oder Schulungen für angehende Hospitaleros an. Diese Kurse decken eine breite Palette von Themen ab, darunter Gastfreundschaft, Erste Hilfe, Konfliktlösung und die Verwaltung einer Herberge.
  • Sprachkenntnisse: Grundkenntnisse in Spanisch oder der Sprache des Landes, in dem Sie dienen möchten, sind hilfreich, um effektiv mit Pilgern und Lieferanten kommunizieren zu können.

3. Bewerbung und Auswahl

  • Bewerbung bei einer Organisation: Nach Abschluss der Schulung müssen Sie sich bei einer Organisation bewerben, die Hospitaleros vermittelt. Dies kann eine nationale Jakobus-Gesellschaft, eine religiöse Einrichtung oder eine lokale Pilgerherbergen-Verwaltung sein.
  • Auswahlverfahren: Manche Organisationen führen ein Auswahlverfahren durch, um sicherzustellen, dass die Kandidaten gut zu den Anforderungen und der Atmosphäre ihrer Herbergen passen.

4. Zuteilung und Einsatz

  • Zuteilung zu einer Herberge: Nach der Auswahl werden Sie einer Herberge zugeteilt. Die Dauer Ihres Einsatzes kann variieren, üblicherweise liegt sie zwischen zwei Wochen und einem Monat.
  • Praktische Erfahrung sammeln: Während Ihres Einsatzes werden Sie praktische Erfahrung in der Betreuung von Pilgern und der Verwaltung der Herberge sammeln.

5. Fortlaufendes Engagement

  • Weiterbildung und Treffen: Viele Hospitaleros nehmen auch nach ihrem ersten Einsatz an weiteren Schulungen und Treffen teil, um sich auszutauschen und weiterzubilden.

Wichtige Hinweise:

  • Motivation und Eignung: Wichtig ist, dass Sie eine starke Motivation und ein echtes Interesse daran haben, den Pilgern zu dienen und zur Pilgergemeinschaft beizutragen.
  • Physische und psychische Belastbarkeit: Die Arbeit als Hospitalero kann physisch und emotional fordernd sein. Gute Gesundheit und psychische Stabilität sind wichtig, um den Anforderungen gerecht zu werden.

 

Erfahrungsbericht

“In Ponferrada musste ich mal eine Zwangspause einlegen. Und ich durfte 2 Übernachtungen zusätzlich bleiben und habe als Dankeschön mitgeholfen. Daher weiß ich in Etwa was ein ( dort mehrere) Hospilateros leisten müssen. Das ist kein Ferienjob den man oder Frau aus Spaß mal so macht. Das ist ein Knochenjob.”
Kommentar von Kurt Deege.

Konkreter Schritt

Die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft bietet in der Regel jedes Jahr im März in Uder bei Heiligenstadt Schulungen für angehende Betreiber von Pilgerherbergen an. Zusätzlich organisiert sie am Ende jeder Pilgersaison Treffen zum Erfahrungsaustausch für die Betreiber. Darüber hinaus unterstützt die Gesellschaft bei der Kontaktaufnahme zwischen Personen, die eine Herberge leiten möchten, und bestehenden Unterkünften entlang der Jakobswege in Europa.

Mehr Infos gibt es bei der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft.

Hospitalero in privaten Pilgerherbergen

Hier ein paar Möglichkeiten bei privaten Pilgerherbergen als Hospitalero mitzumachen:

  • Donativo “la Bohème”
    • David COTTEREAU, Calle el Pozo 11, 24718 Santa Catalina de Somoza, CAMINO FRANCÉS
    • [email protected]
    • French tel: +33658262257, Spanish tel: +34722233486
    • To become an hospitalero in la Bohème, just send David a message via WhatsApp. The only requirement: the hospitalero must be a former pilgrim
    • Photos from a yoga and meditation session in the “la Bohème”

 

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