Das beste Zelt für den Jakobsweg

Die meisten Pilger schlafen in den Herbergen – und die eine oder andere Nacht in einem Hotel. Doch für manche ist die Freiheit unterwegs ein großer Wert, und sie tragen 3-4 Kilogramm mehr nach Santiago und zelten unterwegs.

Hier sind unsere zwei Empfehlungen für das passende Zelt:

Günstig und gut: Minilite

Noemi ist nicht nur eine aktive Userin in der Facebook-Gruppe vom Jakobsweg-Camping, sondern auf ihren Impuls hin ist diese Gruppe überhaupt erst entstanden.

Sie hat sich nach einiger Recherche für ein günstiges Zelt entschieden, und hier ist ihre Bewertung davon:

Noemi:

„Stolz wie Oskar: Mein Billig-Ein-Personen-Zelt hat letzte Nacht bei Hagel, Wind und Regen dicht gehalten! Kein Tropfen ist durchgesickert. Ich hab’s ihm selbst nicht zugetraut ;)“

Damit ist das einwandige Minilite von High Peak mein absoluter Preis-Leistungs-Gewichts-Favorit für Solo-Reisen.

Von vornherein überzeugt hatte mich sein Gewicht; angegeben mit 1 kg. Hat man jedoch Wanderstöcke dabei, lassen sich diese statt der Zeltstangen einsetzen. Das spart noch einmal Gewicht!

Kurz: Das Zelt allein wiegt dann nur noch 550g! Das soll mal jemand nachmachen.

Entscheidet man sich für die mitgelieferten schmalen Rundheringe, kommt man noch mal auf zusätzliche 110g. Allerdings lässt sich durch den Zukauf von ultralight Y- oder V-Heringen auch hier noch mal Gewicht einsparen – sicherlich um die 50g. Mag für viele lächerlich klingen – andere, die ihre komplette Übernachtungs- und Kochausstattung mitschleppen, wissen wovon ich spreche.

Kurze Anmerkung für die Hoch- oder Breitgeratenen unter uns: Nicht umsonst sind A-Form-Zelte aus der Mode gekommen: der Einstieg ins Zelt ist durch die mittig im Eingangsbereich eingesetzte Zeltstange/Wanderstab etwas krackselig und auch mit meinen schmalen 1,60m schon unbequem. Wer sich daraus aber Nichts macht, hat hier ein super Zelt gefunden.

Für Menschen mit einer Sitzgröße von mehr als 85cm wird dieses Zelt eher Biwak-Charakter haben. Auch ok, sollte man aber wissen.

Einmal im Zelt drin, fühlt es sich echt groß an. Steht man davor, wirkt es wie ein Biwak.
Ohne großes Gepäck, passt man übrigens tatsächlich, wie vom Hersteller angegeben, zu zweit rein. Das hat dann nun aber wirklich nicht mehr viel mit Komfort zu tun – aber braucht man den noch zu zweit? :)

Einen Blick wert sind übrigens auch die Rezensionen von nicht so zufriedenen Nutzern dieses Zeltes bei Amazon. Dort heißt es mehrfach, dass das Zelt bei Regen nicht lange dicht hält.

Das Minilite von High Peak kostet konkurrenzlose 29,95 Euro bei Amazon.

Perfekt und teuer: Ghost UL2

Der zweite Tipp für ein Zelt stammt von mir, Peter, dem Admin dieser Seite.

Peter:

„Eine Alternative „fürs Leben“ ist das ultraleichte Zelt Ghost UL 2 von Mountain Hardwear. Es wiegt komplett nur 940 Gramm (oder 750, je nachdem, was du mitnimmst) und bietet Schutz für alle vier Jahreszeiten. Also ein für das geringe Gewicht extrem stabiles, wind- und schneefestes Zelt für vier Jahreszeiten.“

Ich benutze es für alle meine Wanderungen (allerdings nicht auf dem Jakobsweg, weil ich da noch nie gezeltet habe), und ich bin absolut zufrieden damit.

Ein Zelt ist ein Gebrauchsgegenstand, und du kannst dir 15 Mal das günstige Zelt von High Peak kaufen für den Preis vom UL2. Keine Frage ist es NICHT 15 Mal besser.

Aber was bringt dir ein günstiges Zelt in einer langen Nacht mit Regen, wenn du nass wirst und nicht schlafen kannst.

Dieses Zelt ist dicht!

Und wenn du dir ein Zelt kaufen möchtest, an dem du dich viele Jahre lange immer wieder freust, weil es bis ins letzte Detail durchdacht ist, und wenn dich das Zelt am Ende – weil es so viel Spaß macht – häufiger im Wald und auf der Wiese schlafen lässt, dann kann es durchaus eine Überlegung wert sein.

Nach vier Nächten im Zelt statt im Hotel hast du es ja wieder „drin“. Ich bin jedenfalls sehr glücklich damit, und schon beim Schreiben dieser Zeilen merke ich, dass es mich gerade ruft und wieder benutzt werden möchte.

 

Das Ghost UL2 von Mountain Hardware kostet 450 Euro bei Amazon.